Völlig unterschätzt: Das Gerüst des Gartens

03. Februar 2015
 

Zu dieser Jahreszeit, wenn die meisten Stauden eingezogen sind und keine Blütenfarben ablenken, kann man das, was in der Gartenplanung das Gerüst eines Gartens genannt wird, besonders gut erkennen.

Zunächst gehört die Aufteilung in Beete, Wege, Rasenflächen und Sitzplätze zu diesem Gerüst. Hier sind die Proportionen der Flächen zueinander wichtig für einen harmonischen Gesamteindruck. So kann z.B. eine hohe Hecke kippelig wirken, wenn das Beet davor zu schmal ist. Und auf einer im Verhältnis zum Haus sehr großen Terrasse kann man sicher gut mit Freunden feiern, kommt sich aber schnell verloren vor, wenn nur die Familie sie nutzt. Oft sieht man Beete, die - meistens viel zu klein - willkürlich im Rasen verteilt sind. Sie sehen dann leider eher aus wie bunte Maulwurfshügel.

Wege und Hecken, aber auch die Grenzen zwischen Beeten und Rasen, bilden Linien, an denen der Blick durch den Garten geführt wird. So kann gezielt Schwung und Rhythmus erzeugt werden oder die Aufmerksamkeit auf Besonderes gelenkt werden. Gerade hier sieht man oft gekünstelte Verläufe, die das Auge stocken lassen und unruhig wirken.

Bäume und Sträucher sind ein weiterer Bestandteil des Gartenskelettes. Als dritte Dimension erzeugen sie das Raumgefühl und sorgen so für Geborgenheit. Sie sollten immer Bezug nehmen auf das Haus und den jeweiligen Gartenbereich. Immergrüne Pflanzen tragen wohltuend zum winterlichen Bild des Gartens bei. Entsprechend beliebt sind sie. Man darf aber nicht vergessen, dass zuviel davon schnell Friedhofstimmung aufkommen lässt oder den sterilen Eindruck eines nur auf Pflegeleichtigkeit angelegten Gartens.

Hölzerne Sichtschutzelemente werden leider häufig so gesetzt, dass sie gerade eben den unerwünschten Ein- bzw. Ausblick verdecken. Jetzt im Winter sieht man dann allzu deutlich, wie sie ohne Einbindung in die Umgebung abrupt enden und als Fremdkörper dastehen.

Es sind also viele Einzelheiten (und ich habe noch nicht einmal alle aufgezählt), die das Gerüst des Gartens bilden. Gerade weil es ihn in der langen Zeit ohne Blütenfülle prägt, lohnt es sich, hier viel Aufmerksamkeit zu investieren. Jetzt ist eine gute Zeit, Schwachstellen im Garten aufzuspüren und Änderungen zu planen. So vermehren Sie die Vorfreude auf die kommende Freiluftsaison. Gerne bin ich Ihnen bei der Planung der Änderungen behilflich.

Christiane Schweersschrieb am 16. Juli 2015
„Interessante, lebendige Gartenideen, geschmackvolle Gestaltung, zuverlässige Baubegleitung und hochwertige Pflanzenauswahl. Ich kann Frau Take nur empfehlen“

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