Maiglöckchen xxl

09. Mai 2014
 

Jedes Jahr im Mai freue ich mich, wenn ich einen großen Strauß Salomonssiegel (Polygonatum multiflorum) pflücken kann. Es gibt wohl wenige Stauden, die so kunstvoll aufgebaut sind: An der Oberseite der kräftigen, hohen Stängel reihen sich  die Blätter in zwei Reihen aneinander. Darunter hängen kleine Büschel mit mehreren weißen, zart grün überlaufenen Blütenglocken. In der Vase kann man den Aufbau besonders schön von Nahem betrachten.
Natürlich handelt es sich bei der Pflanze nicht wirklich um ein Maiglöckchen, sie  gehört aber zur gleichen Familie (Convallariaceae) und ist wie diese giftig. Auch der Duft ist ähnlich wie bei Maiglöckchen, wenn auch nicht ganz so intensiv.
Als Waldpflanze mag das Salomonssiegel Schatten und kommt auch gut mit Trockenheit zurecht. Bei mir steht es in einem schmalen Beet an der Nordseite des Hauses und fühlt sich dort offensichtlich trotz des Wurzeldruckes zwischen dem Haselwurz (Asarum europaeum) wohl.
Die Wildform sieht man bei uns übrigens noch relativ oft im Wald oder in Knicks. Allerdings ist sie deutlich kleiner.
Zum Ende der Gartensaison sorgt das Salomonssiegel durch die leuchtend gelbe Herbstfärbung für einen weiteren Höhepunkt. Manchmal bleiben auch noch einige der blauschwarzen Beeren hängen.

Schreiben Sie einen Kommentar!

* Diese Angaben werden benötigt.

Plain text

  • Keine HTML-Tags erlaubt.
  • Internet- und E-Mail-Adressen werden automatisch umgewandelt.
  • HTML - Zeilenumbrüche und Absätze werden automatisch erzeugt.